top of page

Lorberblätter
(Laurus nobilis L.)
Lorbeer ist seit der Antike bekannt: Die Priesterinnen des Apollon kauten ihn, während sie ihre Weissagungen verkündeten, und die Sieger der Olympischen Spiele wurden mit einem Lorbeerkranz gekrönt. Einer altgriechischen Legende zufolge war Daphne (griechisch für Lorbeer) eine Nymphe, die Tochter des Flusses Pinios und der Göttin Artemis geweiht. Sie war eine wunderschöne Jägerin, die nie einen Liebhaber hatte. Als der Gott Apollon sie sah, verliebte er sich in sie und begann, sie zu jagen. Sie suchte Schutz bei ihrem Vater, der sie in die Pflanze verwandelte, die wir heute kennen. Daraufhin erklärte Apollon sie zu seiner heiligen Pflanze, fertigte einen Kranz aus ihren Blättern an und legte ihn als Preis für die Sieger fest.
Die Heilkräfte der Pflanze waren im antiken Griechenland bekannt; Hippokrates und Dioskurides erwähnten ihre positiven Eigenschaften.
Kochen
Lorbeerblätter haben einen duftenden, leicht bitteren Geschmack. Sie werden beim Kochen verwendet und vor dem Servieren entfernt. Man kann sie in Hülsenfruchtsuppen, insbesondere Linsensuppen, Tomatensoßen, gekochten und geschmorten Gerichten sowie Kartoffelgerichten verwenden. Lorbeerblätter eignen sich auch zum Würzen von Gemüse, eingelegtem Gemüse, marinierten Oliven, Käse, Essig und Olivenöl. Und schließlich kann man daraus einen köstlichen Tee zubereiten.
Traditionell Eigenschaften
Traditionell wird Lorbeertee zur Anregung und Linderung von Magenbeschwerden sowie zur Förderung der Verdauung verwendet. Er gilt als hilfreich bei rheumatischen Schmerzen, Gicht und Fieber. Lorbeerblattpulver kann zur Stillung von Nasenbluten eingesetzt werden.
bottom of page
